| ARCHITEKTUR - OLYMPIADE HAMBURG
Städtebau
Die neue Promenade verbindet die weltberühmten Landungsbrücken mit der neuen Hamburger HafenCity und der Speicherstadt. Sie wird somit ein neues Aushängeschild für Hamburg sein, welches vielfältige Perspektiven auf Stadt und Hafen eröffnet. Öffnungen stellen eine Reminiszenz an die alten Hamburger Wallanlagen dar. Es entstehen Plätze am Wasser, die aufgrund der hallenartigen Architektur eine besondere Atmosphäre erhalten. Diese „Wasserblicke“ stellen eine Rückeroberung der Elbe auf Stadtniveau dar und ermöglichen einen direkten Bezug zur Elbe, sowohl für Autofahrer als auch Spaziergänger die aus der Stadt kommen – es entstehen neue Sichtfenster der Stadt.
Gestaltung
Als Promenade am Hamburger Hafen werden neben der eigentlichen Funktion als Hochwasserschutz hohe ästhetische Ansprüche an das Bauwerk gestellt. Als Reaktion darauf wird eine vielseitige Architektur geschaffen, die in ihren Grundfesten als Bastion gegen das Wasser zwar eine große Kraft ausstrahlt, aber auf verschiedenen Ebenen subtil unterschiedlichste Orte und Perspektiven schafft. Die Wasseransicht wird durch das Thema Wasserkraft und Erosion bestimmt, welches sich in einer polygonal strukturierten Wand abbildet.
Die untere Ebene dient sowohl der Erschließung, als auch als Stellplatzfläche und schafft an den wichtigsten Knotenpunkten hallenartige Platzsituationen der „Wasserblicke“, die vollkommen unprätentiös direkten Wasserzugang ermöglichen. Die obere Ebene bietet festlichen Veranstaltungen ausreichend Platz und lädt dauerhaft zum Flanieren und Promenieren ein. Maritimes Flair und das Thema der Leichtigkeit überwiegt auf dieser Ebene, welches durch den farbigen Belag aus unterschiedlichen Klinkern – die neben den Farben des Wassers auch die des Architektonischen Kontextes enthalten – im Zusammenspiel mit den wie natürlich angewehten Gräserdünen erzeugt werden soll.
Die Möblierung ergänzt die räumlichen Funktionen der Dünen. Große Sitzmöbel mit skulpturalem Charakter ergänzen die Freitreppen und als Fassung der Dünenvegetation vorhandenen Sitzelemente. Auch in der Beleuchtungskonzeption setzt sich der subtile, maritime Charakter der Promenade fort. Aufgänge und „Wasserblicke“ werden mit Hilfe von Lichtbändern dezent beleuchtet. Diese Situation wird mit einem besonderen Highlight versehen – einzelne Leuchtpunkte unter Wasser zeichnen fluide Reflektionen an den Wänden. Zusätzlich werden in Treppenanlagen und vereinzelten Klinkerplatten Leuchtdioden vorgesehen, die das Bild eines Sternenhimmels erzeugen – in wärmeren Gewässern gibt es dass vergleichbare Meeresleuchten. Die Sitzmöbel werden zuletzt mit Strahlen untersetzt, so dass diese Elemente schweben oder schwimmen zu scheinen. Insgesamt wird somit ein vielfältiges Beleuchtungsszenario erstellt, welches jedoch nur aus der Nähe ersichtlich wird und daher den eigentlichen Wahrzeichen im Hafen, den Landungsbrücken und der geplanten Elbphilharmonie keine Lichtkonkurrenz darstellt.
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