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Nachnutzung der Flächen des ehemaligen Fliegerhorstes
Oldenburg—2005
Auslober:
Stadt Oldenburg Größe:
309 ha
Design:
2005
Entwurf:
Andreas Kipar / kiparlandschaftsarchitekten
Mitarbeiter:
Clas Scheele, Prisco Ferrara, Elisa Serra
Waldsiedlung
Der Waldungscharakter der Kaserne und die vorgefundenen Baustrukturen der Kaserne werden so ergänzt, dass sich ein neues und ziviles Siedlungsbild ergibt – der „Stadtwald“. Es entstehen Lichtungen in denen sich die Baustrukturen zu Entwicklungseinheiten neu gruppieren. Ausgehend von den Nutzungspotenzialen der vorgefundenen Baustrukturen werden den Lichtungen Nutzungsschwerpunkte zugeordnet. Urbane Nachbarschaften unterschiedlicher Wohn- und Arbeitstypologien bilden sich heraus.
Feldmatrix
Basierend auf der parzellierten Feldstruktur des Ammerlandes wird eine Feldmatrix entwickelt. Diese legt sich über bestehende Strukturen und ergänzt sie zu einer neuen Landschaftsordnung. Die Feldstruktur verbindet fortan Landschaft und Stadt; Feld und Wald. Im Bereich des Flugfeldes wird nach dem Motto „less is more“ die Feldmatrix durch Sukzessionssteuerung initialisiert und über die Zeit fortwährend aktualisiert. Es entsteht ein neues Landschaftsbild, das den Wandel vom Militärflugfeld zur zivilen Landschaft steuert und den wiederkehrenden Zyklus der Jahreszeiten unterstreicht. Die Landebahn durchbricht diese Struktur als Relikt der militärischen Vornutzung. Mittels Einbauten und temporären Installationen wird die Asphaltfläche aufgelockert und für Freizeit- und Trendsport geöffnet.
Siedlung in der Landschaft auf Zeit:
Eine spätere Siedlungsentwicklung im Bereich der Shelter basiert auf dem Landschaftsbild der Feldmatrix und der Erscheinung der gestreuten Anordnung der Shelter. Es entstehen unterschiedliche Wohnformen und nicht störendes Gewerbe. Dabei werden die Shelter entweder als kleine Gewerbehallen für Handwerksbetriebe und anderes nicht störendes Gewerbe umgebaut – oder als zentrale Parkgaragen genutzt.
Das Flugfeld mit der Landebahn, das blaue Band und die Siedlungsentwicklung im „Stadtwald“ werden durch dieses Konzept zu einer neuen „Ammerländer Parklandschaft“ zusammengebunden. |
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