BEG-Planerpool, Bahnalleen_Lineare Landschaften

Jahr:
2006/2007

Auftraggeber:
BEG NRW (BahnflächenEntwicklungsGesellschaft)

Planer:
Andreas Kipar

Mitarbeiter :
E. M. Krüger, S. Herrmann, C. Mancini, L. Abbadati, , D. Nünninghoff, M. Michelini, F. Benedetto

Gesamtfläche:
35.000m² (Länge der Trasse: 9,5km)

Baukosten:
~ 800.000 Euro

Im Rahmen des BEG-Planerpools wurde das Büro KLA von der BEG NRW (BahnflächenEntwicklungsGesellschaft) beauftragt, für eine von 7 stillgelegten Bahntrassen in NRW ein Konzept für eine zukünftige Nutzung als Radweg mit Alleecharakter zu erstellen.

Der 9,5km lange Teilabschnitt der ehemaligen Bahntrasse Unna-Bönen führt von Unna aus in nordöstlicher Richtung als gerade Strecke durch die Landschaft. Die Trasse ist zu 95% eingewachsen und hat den Charakter eines linearen Waldes.

Als erster Schritt wurde die Landschaft entlang der Strecke anhand der vorhandenen Strukturen und Typologien analysiert:

1. Bebauung
2.Wege
3.Gewässer
4.Vegetation

Übereinandergelegt ergeben diese Analysestreifen einen Landschaftscode, der alle an die Trasse angrenzenden Landschaftsstrukturen beinhaltet und vereinfacht bildlich darstellt.

Als zweiter Schritt wurde das Konzept in drei Schritte gegliedert, die notwendig sind, um die Trasse selbst, sowie die sie umgebende Landschaft und ihre Strukturen erlebbar zu machen:

1.Kilometrierung --> „einmessen“
2. Landschaftslinien --> „betonen“
3. Landmarks --> „belichten“

Das Einmessen der Kilometrierung vermittelt ein Gefühl für zurückgelegte Distanzen auf der Trasse. Das Betonen der Landschaftslinien erfolgt durch neue, bunt blühende Ackerrandstreifen als Ergänzung der bestehenden linearen Strukturen - Bachläufe, Wege und Alleen Das Belichten der Landmarks – besondere, weithin sichtbare Objekte der/ in der Landschaft – erfolgt durch gezieltes Auflichten des dichten Gehölzbestandes. Damit wird ein Bezug der Trasse zu dem sie umgebenden Landschaftsraum hergestellt

Aus diesen drei Konzeptschritten leitet sich die Untergliederung der Trasse über Stationen ab, die an Schnittpunkten der Trasse mit Landschaftslinien liegen und gleichzeitig einen Ausblick auf ein besonderes Landmark bieten. Es werden 15 Stationen entstehen, d.h. etwa alle 650m eine Station. An jeder dieser Stationen wird eine Holzplattform in Form eines Steges parallel zur Landschaftslinie einen Blick in die Landschaft und auf das Landmark ermöglichen, da an diesen Stationen auf einer Länge von 5m der Bestandsbewuchs entfernt und durch eine Birkenallee ersetzt wird . Ergänzt wird die Möblierung der Stationen durch eine Edelstahl-Stele, auf der neben Information über die Station auch Platz für die Namen oder Logos der Sponsoren ist.