Wettbewerb Pulheim
Pulheim 2008

Auslober:
Stadt Pulheim

Planungszeit:
2008

Entwurf:
Andreas Kipar /
KLA milano_duisburg

Mitarbeiter:
Melanie Müller, Davide Bertin, Kornelia Keil, Erika Cormio, Piera Chiuppani, Lisa Coersmeier

Pulheimer Baumreigen

Der geplante Nordpark Pulheims wird als ein verbindendes Element  und Scharnier zwischen der stark ausgeprägten Agrar-landschaft und der Stadt entwickelt. Die Identität und der Charakter der Kultur-landschaft  wird herausgearbeitet, sicht-bar gemacht und durch Interpretationen „veredelt“.

Drei definierbare Teilräume werden innerhalb des Parkgeländes zusammen-gefügt:

Hardscape
Die Einbeziehung vorhandener Strukturen in den Park erfolgt sowohl über das He-rausführen bestehender Wegeverbin-dungen als auch aus der Anbindung an die umliegenden Strukturen.

Im Schnittpunkte der Bögen befindet sich das Sportzentrum, das wie eine Brosche als zentraler Punkt in Erscheinung tritt. Die neu entstehenden Parkschaft an der Nordspitze des Parks steht in räumlich- visueller  Verbindung zum Schnittpunkt der Bögen. Neben einem Rodelhügel bie-tet sie durch eine neue Plattform Aus-sichtsmöglichkeiten und Orientierung und fügt sich gestalterisch durch die Auf-nahme der Fächerform in das Erschei-nungsbild des Parks ein. Hier wird sowohl der Blick in die offene Landschaft als auch in die Stadt und den Park freigege-ben.

Landschaftsbögen:
Das Ineinandergreifen der landschaft-lichen und urbanen Räume wird durch die beiden Landschaftsbögen mit Baumreihen ausformuliert. Innerhalb der flankieren-den Baumreihen entwickelt sich als zentrales Element im Park ein Aktions-band, in dessen Verlauf vielfältige, fächerförmig angeordnete Nutzungen (Aufenthalt, Spielen, Bewegung, Sport) und abwechslungsreiche Gestaltungsele-mente (Geländemodellierungen, Raster-pflanzungen und Blütenreigen) realisiert werden.  Die der Bebauung zugewandten Innenseiten dieser Fächer sind durch einen Wald-/ Feldrhythmus geprägt. Großzügige, durch Vegetationsarchitektur gefasste Wiesenflächen lassen freie Nutzungen zu.

Softscape
Die Bereiche außerhalb des Fächers führen den Besucher und Nutzer optisch in die umliegende Landschaft durch eine offene und weitläufige Sicht. Extensivwiesen bieten mit unterschiedlichen Blühaspekten ein weiträumiges und dennoch vielfältiges und gegliedertes Landschaftsbild.

Die unterschiedlichen Vegetationsarten unterstreichen die „Melodie“ des Parks. Aus den unterschiedlichen Rhythmen wie Baumrhythmus, Waldrhythmus, Feldrhythmus und Vegetationsarchitektur in Form von Baumsolitären, -reihen und -clustern entsteht ein harmonisches Zusammenspiel, das die Landschaft aus immer neuen Blickwinkeln in vielfältiger Weise erlebbar macht.