Grünes C – Kooperatives Verfahren
Köln
2005

Auslober:
Regionale 2010 Agentur Köln

Größe:
ca. 3.340ha

Design:
2005

Entwurf:
Andreas Kipar /
kiparlandschaftsarchitekten

Mitarbeiter:
Amalia Rusconi-Clerici, Elisa Serra, Davide Bertin, Gianluca Lugli, Clas Scheele , Marcel Schweiker, Nina Faltmann


Landschaften wurden schon immer von Menschen verwandelt
Damit folgt der methodische Ansatz unseres Projektes der im Oktober 2000 in in Florenz vom Europarat verfassten „Europäischen Landschaftskonvention“, der ein umfassendes, ganzheitliches Landschaftsverständnis zugrunde liegt. Nicht die Naturdenkmäler stehen im Zentrum der Betrachtung, nicht die Landschaften von außerordentlicher Schönheit oder die ökologischen Vorranggebiete. Die Landschaft als Teil des Raumes, wie er von seinen Bewohnern und Besuchern wahrgenommen wird, steht im Mittelpunkt. Landschaft wird nicht als passives Objekt gesellschaftlichen Agierens gesehen, sondern als Grundbestandteil des europäischen Natur- und Kulturerbes, das zur Herausbildung der lokalen Identität beiträgt.

Für das geplante Vorhaben stellt sich die Frage der innovativen Grundhaltung bei der Weiterentwicklung postmoderner Landschaft. Akzeptanz von Innovation erfordert dessen Inszenierung, um gewünschte emotionale Beteiligungen zu erreichen.
Die jetzt anstehende Aufgabenstellung der Restrukturierung und Belebung des postindustriell geprägten und gestörten hin zur „kultivierten“ Landschaft wird letztlich in die Steuerung eines dynamischen Wandlungsprozesses münden.

Konzeptionell wurde der Planungsraum nach herausragenden räumlichen, örtlichen und thematischen Situationen abgefragt die als Gerüstbildende Wirbel dargestellt werden. Die ausgewiesenen Teilräume werden in einem zweiten Schritt als Aktivräume thematisch unterlegt. Was ist ein Aktivraum? Was macht einen Raum zum aktiven Raum? Es sind die räumlichen Potentiale die zur Aktivitätssteigerung beitragen, zum einen über die weichen traditionellen Standardpotentiale, zum andern über Potentiale, die durch Wandel, Veränderung und Ungleichzeitigkeiten entstehen, also Ergebnis prozessualer räumlicher Entwicklung sind; wir nennen sie schlummernde Potentiale, die erschlossen und aktiviert werden können.

Mit diesen Potentialen gilt es bis 2010 und darüber hinaus beispielhaft umzugehen. Eine erste Inszenierung mittels Aktivierung der Wirbel (Akupunktur) ist für das Jahr der Regionale 2010 angedacht.