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Die Idee
Alles im Fluss, „panta rhei“ ist das Leitmotiv
unter dem der Entwurf sich mit dem Metamorphosen einer sich
ständig wandelnden Welt auseinandersetzt. Die Aufgabe
der industriellen Nutzung und das „Schleifen“
der Industrieanlagen bietet die einmalige Gelegenheit einen
neuen Ort am Wasser zu definieren. Ein Ort der Weite, des
Ursprungs, der Natur, rare- und artefatta. Die Duisburger
Stadtlandschaft hat mit dem neoromantischen, postindustriellen
Landschaftspark Nord, dem minimalistischen Garten der Erinnerung
im Innenhafen und dem Skulpturenpark Immanuel Kant eine ausgeprägte
Park- und Freiraumstruktur. An dieser Tradition weiterzuarbeiten
kann heute heißen, den vorindustriellen Charakter einer
Landschaft in künstlerischer Betrachtung herauszuarbeiten.
Keine Renaturierung oder Brachenkultivierung, sondern die
bewusste Auseinandersetzung mit Kontrasten der harten und
weichen Elemente, des Naturerlebnis und Kulturverständnis,
des Ursprungs und der Überformung, der Realität
und dem offenen Traum einer neuen interaktiven Landschaft.
Der Parkstrom
In Anlehnung an die fliessenden und wellenden Rheinbewegungen
sind es weitläufige Rasen-und Wiesenbänder, die
dem Park seine Grundform vermitteln. Durch Einsaaten unterschiedlicher
Saatgutmischungen, vom Zierrasen über Sportrasen bis
hin zum Landschaftsrasen, wird über Tonalität, Textur
und Struktur ein sich ständig wechselndes Bild mit hoher
Nutzungsvielfalt erzeugt. Leichte Erdmodellierungen werden
dadurch überhöht und verstärkt erlebbar. Strömungslinien
bieten Raum und Anlass für spontane Menschen- und Wegeführung.
Die Inseln
Inseln unterschiedlicher Prägung erheben sich im Strom
und fördern die Raumwirkung. Die leicht erhöhten
Uferkanten bieten Sitz- und Verweilmöglichkeiten. Eingebaute
Lichtleisten verleihen den Inseln den Charakter der schwebenden
Leichtigkeit und steigern den abendlichen Nutzungswert. Die
Eventinsel bietet Raum für Sport, Freizeit und Veranstaltungen.
Ihr multifunktioneller Charakter erlaubt eine flexible Ausnutzung
auch für geplante Grossveranstaltungen. Vegetationsinseln
unterschiedlichster Prägung lenken den Blick und sind
als Orte des Rückzugs und der Kontemplation gedacht.
Weiden, Erlen und Pappeln mit Wildstauden und Gräsern
unterlegt stellen das Leitmotiv der Pflanzung dar. Die Insel
der Entdeckung ist eine Folge von Ereignissen. Ihre geometrische
Grundform wird künstlerisch aufgebrochen. Überraschungen
aus der Pflanzen- und Materialwelt prägen die labyrinthartigen
Überformungen, die zur individuellen Aneignung einladen.
Ein Wandelgang führt zur grossen Neugier auf die Höhe,
die Weit- und Aussicht künstlerisch inszeniert. Die Hochfelder
Gärten werden je nach Bedarf in flexiblen Garteninseln
angelegt. Ein Angebot für die direkten Anwohnern ihre
eigene Gartenwelt zu bauen und zu pflegen. Das Prinzip der
offenen Bürgergärten steht stellvertretend für
Förderung der sozialen Kontrolle und Aneignung. Die bestehende
Entsorgungsinsel wird erneut über eine Gabionenwand geformt.
Italienische Säulenpappeln rahmen sie und entschärfen
ihre raumkonsumierende Erscheinung. |
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RheinPark
Duisburg
Duisburg—2004
Auslober:
Stadt Duisburg, Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement
Größe:
60 ha (RheinPark 40 ha + städtebauliche
Teilbereich 20 ha)
Design: 2004
Mit:
aiB Architekten, Duisburg
Andreas Kipar / kiparlandschaftsarchitekten
Mitarbeiter:
Prisco Ferrara, Amalia Rusconi Clerici,
Arne Burghardt, Marta Tognella, Francesca Peruzzotti, Ida
Russo, Ludovico Lombardi, Andrea Salonia
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