Städtebaulich freiraumplanerische Entwurfswerkstatt „Wohnen am Rhein“
Himmelgeist-Itter, Düsseldorf2001

Auslober:
Landeshauptstadt Düsseldorf


Design:
22-28.07.2001

Mit:
Rha Reicher Haase Architekten,
Aachen

Andreas Kipar / kiparlandschaftsarchitekten

Mitarbeiter:
Steffen Lehmann, Giovanni Busolini, Laura Rolshoven


Städtebaulich freiraumplanerische Entwurfswerkstatt „Wohnen am Rhein“
„Die Stärke des Entwurfs liegt in einer gut überlegten städtebaulichen Konzeption mit ablesbaren und stufenweise gut zu realisierenden 'Baufeldern'. Im Innern der Baustruktur ergeben Reihenhausgruppen und Mehrfamilienhausangebote die 'Rahmenbildung' des öffentlichen Raumes. Die Grundintention findet dabei große Akzeptanz, jedoch bleiben Zweifel an der Umsetzbarkeit bei einem Projekt, welches im wesentlichen von der Adressenbildung und Gruppierung von Einfamilien- und Doppelhäusern leben wird. Die angebotene Entreesituation, über die kompakten Bauformen [Reihenund Mehrfamilienhäuser] zu den individuellen Gebäudetypen wird kritisch beurteilt. Die Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Bauflächen wird zugunsten der identifizierbaren und sehr kompakten Baufelder reduziert. Die daraus resultierende Dichte kann zu Problemen führen. Die angebotene Erschließungsstruktur ist aus dem Gesamtkonzept logisch zu erklären, es bleiben jedoch die Sorgen einer punktuellen Überlastung der Bestandsquartiere, weil über die Erschließungsstraßen als 'Sackgassen' kein direkter Abfluss Richtung Münchener Straße gewährleistet wird. Die vorgelagerten 'Intarsien' des Freiraumkonzeptes sind weder aus dem landschaftlichen noch aus dem siedlungsstrukturellen Zusammenhang zu erklären. Sie wirken vielmehr sehr theoretisch und können nicht überzeugen. Es wird der Versuch unternommen, durch die Freiraumstruktur einprägsame Landschaftsbilder zu erzeugen, die landwirtschaftlich-gärtnerische Nutzungsoption für die nähere Zukunft wird dabei jedoch nicht ausreichend gewürdigt. Die Landschaftsgestaltung wirkt für den Raum überinstrumentalisiert. Ein vernetzendes und übergreifendes Landschaftsthema wird vermisst. Insgesamt eine Arbeit, die durch die einfachen und klaren Baufelder einen diskussionswürdigen Beitrag für die mögliche Entwicklung in Himmelgeist und Itter liefert.”
Auszug aus dem Ergebnisprotokoll