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BEG_Alleenradwege slow landscapes
Unna-Welver 2006/2008
Auftraggeber:
BahnflächenEntwicklungsGesellschaft
Essen
Planungszeit:
2006 Unna-Bönen
2008 Bönen-Welver
Streckenlänge:
19 km
Entwurf:
Andreas Kipar /
Kiparlandschaftsarchitekten
Mitarbeiter:
Kornelia Keil, Norbert Amberg
Unterstützt durch ein Förderprogramm des Landes NRW soll, neben weiteren Projekten, auch die 1969 stillgelegte Bahnstrecke zwischen Unna und Welver zu einer neuen Achse für Fußgänger und Radfahrer ausgebaut werden. Die in den letzten Jahrzehnten zu 95% eingewach-sene Trasse hat heute den Charakter eines linearen Waldes und steht nahezu vollständig unter Landschaftsschutz.
Die Umwandlung zu einer für die Öffentlichkeit nutzbaren Radwegeverbin-dung muß daher mit sensiblen Mitteln und in enger Absprache mit den Naturschutz-behörden erfolgen.
Konzept
Mit Hilfe des im Rahmen einer vorhergehenden Analyse entwickelten „Landschaftscodes“ werden Bereiche sichtbar, die die Besonderheiten der Strecke hervorheben und erlebbar machen. An diesen Orten entstehen Aufenthaltspunkte, die die geradlinig verlaufende, „schnelle“ Steckenführung immer wieder unterbrechen.
Die alte Kilometrierung der Strecke soll sichtbar entlang der Strecke dargestellt werden. Dieses Herausheben soll zum einen den Benutzern der Trasse ein Ge-fühl für die zurückgelegte Distanz vermit-teln und zum anderen an die alte Bahn-trasse erinnern.
Die bestehenden linearen Strukturen -„Landschaftslinien“- wie Bachläufe, Wege und Alleen die sich entlang der Trasse entlang ziehen, werden durch bunt blühende Ackerrandstreifen betont.
Zahlreiche besondere, weithin sichtbare Objekte in der Landschaft wie Bergehal-de, Förderturm, Windparks, Höfe aber auch besondere landschaftliche Elemente sollen durch gezieltes Auslichten des dichten Gehölzbestandes inszeniert werden.
Entwicklung eines Leitbildes
Die alte Bahnlinie stellt die schnellst-mögliche Verbindung von Unna nach Wel-ver dar. Durch den dichten Bewuchs wirkt die Trasse wie ein grüner Tunnel, der an definierten Streckenpunkten gezielt auf-gebrochen und ausgelichtet wird. Diese Aufbrüche nehmen die durch die gerad-linige Streckenführung bedingte Ge-schwindigkeit.
Die Inszenierungen der Landschaft er-möglichen neben der Längsverbindung der Trasse auch visuelle Querbezüge. Durch die Blickbezüge entsteht eine Ver-zahnung zwischen Landschaft und Rad-weg.
Die besonderen, durch die neu geschaffenen „Fenster“ akzentuierten Bereiche bieten Gelegenheiten zum Aufenthalt und eine Plattform mit Blick in die Landschaft.
Auf einer Länge von 5,00 m wird der Bestandsbewuchs entfernt und durch punktuelle Birkenpflanzungen ersetzt . Die „weißen“ Stämme der Birken signalisieren eine besondere Situation, zudem stehen sie optisch im starken Kontrast zum teilweise tunnelartigen, dunklen Bewuchs der Trasse.
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