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Ruhrtriennale 2006
Außenanlagen Jahrhunderthalle Bochum
Auftraggeber:
Kultur Ruhr GmbH
Planungszeit:
2006
Entwurf:
Andreas Kipar /
kiparlandschaftsarchitekten
Mitarbeiter:
Anna Pavoni, Norbert Amberg,
Derk Nünninghoff, Eva Maria Krüger
Bauzeit:
April-August 2006
Baukosten:
ca. 110.000
Euro
Gesamtfläche :
ca. 4000 qm
-www.ruhrtriennale.de
Auszug Pressetext Ruhrtriennale
Zur idee des Barockgarten
Das wird eine Kreation ganz im Sinne der Ruhe Triennale: Passend zum Leiththema der diesjährigen Spielzeit soll neben der Jahrhunderthalle auf 4.000 m² ein Barockgarten inszeniert werden, mitten in der zersplitterten Stadt-, Industrie -und Landschaftsarchitektur des Bochumer Westparks. Kein neuer Schlosspark Versailles soll dort entstehen, sondern ein öffentlicher Garten als Zitat der barocken Formensprache.
Beherrschendes Element wird die Pappel, die für ihr melodisches Rauschen bekannt ist. Eine der Legenden um die Namensgebung rankt sich denn auch tatsächlich um das Geräusch der Pappel: Römische Aristokraten sollen den Baum populus genannt haben, weil sie sich durch das Geräusch an fröhliche Volksengen erinnert fühlten.
Auch im Französischen hatte sich das Volk als Namensgeber der Pappel durchgesetzt.
Über 60.000 Freiheitsbäume, darunter vor allem die peupliers, wurden Ende des 18. Jahrhunderts als symbolischer Protest gegen Adel und Königshaus gepflanzt. Seitdem wird die Pappel in Frankreich offiziell als arbre de la liberté geführt, „weil ihr Name auf das Volk verweist“.
Umgesetzt wird die Idee zusammen mit der Stadt Bochum und dem renommierten Landschaftsarchitekten Andreas Kipar und seinen Mitarbeitern. Auf dem Gelände der Jahrhunderthalle fand sich die ideale Fläche für Inszenierung des Gartens. Seit Montag arbeitet ein Team von Landschaftsgärtnern daran, bis zum großen Eröffnungsfest der Ruhr Triennale am 19. August 311 italienische Säulenpappeln in 13 Sektoren zu pflanzen, die als Ganzes das Fragment eines typisch französischen Barockgartens bilden werden.
Es entsteht also in neuer Ort von der Jahrhunderthalle, vielleicht ein Ort der Stille, vielleicht aber auch ein Ort an dem man liest, sich unterhält, oder an dem man sich einfach nur im Schatten der rauschenden Pappeln wohl fühlt.
Schon jetzt ein großes Dankeschön an alle, die bei Umsetzung dieser Idee geholfen haben und sich weiter dafür engagieren werden: insbesondere dem Verein der freunde und Förderer der Ruhr Triennale, der WAZ Mediengruppe und der Weber Bank .
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