Internationale Designausstellung entry 2006
Projekt: Konzeptionierung der Ausstellung „Essen Seen“

Auftraggeber:
Stadt Essen


Planungszeit:
2006

Entwurf:
Andreas Kipar /
kiparlandschaftsarchitekten

Mitarbeiter:
Anna Pavoni, Norbert Amberg, Clas Scheele

Fachliche Beratung:
Kalle Krause GmbH, Essen


Erstellungskosten:
ca. 110.000 Euro


Neue Wege zum Wasser
In der Halle 8 der Zeche Zollverein in Essen wird im Rahmen der Designmesse ENTRY 2006 zwischen dem 27.Oktober und dem 16. November 2006 das von kiparlandschaftsarchitekten entwickelte Konzept „Freiraum schafft Stadtraum“ sowohl Fachleuten als auch einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

In Zusammenarbeit mit der Stadt Essen, Essener Wirtschaftsvertretern und der künstlerischen Werkstatt Kalle Krause wurde von kiparlandschaftsarchitekten eine Ausstellung als Rauminszenierung entwickelt, die das Essener Strahlenmodell als sinnliche Erfahrung an die Besucher vermittelt.

Die Entwicklung großzügiger urbaner Wasserflächen als eines der zentralen Themen des Konzeptes für die Essener Stadtlandschaft wird visuell und akustisch beim Betreten der Ausstellungshalle in Szene gesetzt. Ein wasserblauer, farblich aufbereiteter Bodenbelag im Zusammenspiel mit computergesteuerten Projektionen vermittelt das Bild einer in sich ruhigen, und dennoch bewegten Wasserfläche.
In der Hallenmitte dominiert ein von innen beleuchteter, auf die Spitze gestellter Kegelstumpf die Halle, in dessen Innenraum sich das Herz der Ausstellung, ein rd. 75 m² großes, begehbares Luftbild der Stadt Essen befindet. Durch die hohe Auflösung von 30x30 cm werden nicht nur alle markanten städtischen Punkte sondern auch Wohnhäuser, Balkone, Gärten und andere Identifikationspunkte innerhalb des Stadtgebietes für die die Ausstellung besuchenden Bewohner entdeckbar. Unterstützt und verstärkt wird dieser Identifikationseffekt noch durch fahrbare und beleuchtete Lupen.

Die Innenflächen des 2-teiligen Kegelstumpfes stellen Motive der nördlichen und südlichen Stadtteile dar, verbunden durch das Luftbild und die „Strahlen“ des Freiraumkonzeptes, die in das Luftbild integriert werden und durch entsprechende technische Installationen „aufleuchten“.

Informationssäulen, die an Aufhängungen über dem Stadtbild „schweben“ kennzeichnen die jeweils aktuellen Projektstandorte im Stadtgebiet und enthalten Informationen zu den Projekten und den übergreifenden Konzepten.

Die Ausstellung ist technisch auf ihre Wiederverwendbarkeit hin konzipiert, so dass diese auch nach Ende der ENTRY 2006 in jeweils aktualisierter Form an anderen Schauplätzen der Stadt Essen eingesetzt werden kann.