Luthergarten
Wittenberg 2007

Auftraggeber:
Vereinigte Evangelisch-Lutheranische Kirche Deutschlands

Planungszeit:
2007

Entwurf:
Arch. Andreas Kipar
Kiparlandschaftsarchitekten


Mitarbeiter:
Melanie Müller, Derk Nünninghof

Gesamtfläche:
1,1 ha

Die lutherisch geprägte Reformation hatte eine weltweite Ausstrahlung. Nun soll das bevorstehende Reformationsjubiläum diesen Aspekt in der Stadt wirksam zum Ausdruck bringen.

Im Jahr 2008, zu Beginn der Reforma-tionsdekade, soll auf dem Wallgelände der Stadt der vom Landschaftsarchitekten Andreas Kipar geplante Park ‚Luther-garten’ entstehen. Das Projekt sieht vor 500 Bäume aus der ganzen Welt in die Lutherstadt Wittenberg anzusiedeln. Dazu sind Kirchen in aller Welt eingeladen. Im Blick sind alle Kirchen die von der luthe-rischen Reformation geprägt, geformt bzw. nachhaltig beeinflusst worden sind. Auch Diözesen der Römisch-katholischen Kirche werden zur Teilnahme eingeladen und können in Zukunft Patenschaften für die im Luthergarten gepflanzten Bäume übernehmen. Durch eine Plakette am Baum wird die Patenschaft dokumentiert.

Auf diese Weise wird ein weltweites öku-menisches Netz gespannt. Neben dem Stadtpark, dem Schlosspark und weiteren öffentlichen Einrichtungen, erhält der grüne Ring Wittenbergs mit dem Luther-garten eine weitere Identität, südlich der Schlosskirche. Das bestehende Wege-system wird in das Projekt aufgenommen und angebunden. Es verbindet den Lu-thergarten mit dem Zentrum, insbeson-dere mit der Schlosskirche und der Stadtkirche.

Richtung Süden öffnet sich der Park zur Elbe und dem großen Anger. Zentrales Element des Gartens wird ein Platz in Form der Lutherrose sein. Durch abwechselnde Pflasterung kann die Rose wiedergegeben werden. Gottesdienste im Freien und andere Veranstaltungen sind hier vorstellbar. Neben dem Lutherhaus und dem Lutherdenkmal erhält Wittenberg mit dem Luthergarten ein weiteres Luther-Symbol – in Form eines Aufenthaltsortes im Freien, der für jeden zugänglich ist.

www.kiparlandschaftsarchitekten.eu/
luthergarten