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Grünordnungsplan Mailand
2007
Auftraggeber:
Stadt Mailand, Grünordnungs- und Stadtplanungsamt
Planungszeit:
2007
Entwurf:
Arch. Andreas Kipar
Dott. Agr. Giovanni Sala
Mitarbeiter:
Camilla Mancini, Maria Vigevani, Filippo Arpesani, Josè Acosta Flòrez, Lorenza Crotti, Mariàngeles Expòsito Peinado, Luigi Bertin, Valerio Bozzoli Parasacchi
Gesamtfläche:
180 km²
Einwohner:
rund 1,3 Mill.
Das sich heute in Mailand befindliche Grün ist von Flächen geprägt, die untereinander nicht verbunden, sondern zerstreut und oft schwer zugänglich sind. Die Tatsache, dass kein zusammenhängendes Netz aus Grünbereichen erkennbar ist, kennzeichnet den Mangel strategischer Planung, obwohl ein neues Umweltsystem der Stadt Mailand bereit ist, Mittel für einen neuen Grünordnungsplan zur Verfügung zu stellen.
Mit 16 Millionen qm Grünfläche liegt die Stadt Mailand im Vergleich mit anderen Städten in einem guten europäischen Durchschnitt. Trotzdem besteht kein einheitliches Grünbild in der Stadt. Der neue Grünordnungsplan wird weitere für die Stadt verfügbare Grünflächen ausfindig machen, bestehende umgestalten und die Qualität dieses bestehenden öffentlichen Grüns steigern, so dass die Ausstattung der Stadt mit Grünflächen nahezu verdreifacht wird.
Der Grünplan wird heute und zukünftig die Projekte neuer Grünflächen im Bereich Mailands in ihrer Entwicklung und Weiterentwicklung lenken und beeinflussen, was zu einer Wiedergeburt des öffentlichen Raumes der Stadt führen wird. Über die Bereitstellung von Daten und Hinweisen hinaus, werden Richtlinien definiert, die in Zukunft dem öffentlichen Raum Mailands zugrunde liegen. Somit wird der Plan zu einem Instrument, gegenwärtige und zukünftige Planungen zu lenken und zueinander in Beziehung zu setzen. Die Stadt wird grüner!
Indem die öffentlichen urbanen Räume mit den großen Parks der Metropolregion verbunden und die verbleibenden landwirtschaftlichen Gebiete geschützt und aufgewertet werden, verbessern sich so die Bedingungen für die Natur. Aufgaben des öffentlichen Grüns sind es den Feinstaub zurückzuhalten, CO2 zu absorbieren, Sauerstoff zu produzieren und die Umgebung mit frischerer Luft zu versorgen. Damit gewinnt es immer mehr an Bedeutung und gewährt eine gesündere und lebendigere Stadt.
Die Strategie für das Mailänder Grünsystem basiert auf dem Konzept der „Grünen Strahlen“. Dieses Konzept beinhaltet ein Wegenetz für Spaziergänger und Fahrradfahrer und verbindet das innerstädtische Grün. Neuer Stadtraum entsteht, der die Unterschiedlichkeit und Individualität der Orte toleriert und einbezieht. Die eng verbundenen öffentlichen Räume sind imstande Teilstücke der Natur zu schützen und zum Teil die Auswirkungen menschlicher Aktivität zu kompensieren.
Das zukünftige Grünsystem mit seiner Vielfalt an Funktionen – unter diesen ökologische, landschaftsarchitektonische und psychologische – wird ein neues Bild der Stadt Mailand liefern:
Ein „grüneres und lebendigeres“ Mailand! |